Gabriele Lockstaedt

Informationen zum Künstler

Ralf Dellert über Gabriele Lockstaedt:
Die 1957 in Herford geborene Künstlerin Gabriele Lockstaedt absolvierte von
1977 bis 1982 das Studium der Bildenden Kunst in München, wo sie heute auch lebt und arbeitet.
Die meist großformatigen Arbeiten der Malerin werden sowohl in mehreren europäischen Ländern als auch in den USA mit hoher Aufmerksamkeit gewürdigt und wurden bereits in mehreren bedeutenden Museen gezeigt.
Neben anderen Kuratoren ist auch der Galerist Ralf Dellert davon überzeugt, dass Frau Lockstaedt`s Werke nun auch im deutschen Kunstmarkt noch größere Beachtung finden werden und nennt dafür fu.a. folgende Gründe:
Mit ihrer einzigartigen, meisterlichen Technik kombiniert Gabriele Lockstaedt die Anwendung von ungelösten, auf Acryl aufgebrachten Pigmenten mit den Techniken einer vollendeten Tafelmalerei, also dem integriertem Auftrag von Öl-Schichten. Ein weiteres ihrer künstlerischen Markenzeichen ist die Verwendung des Materials Asche.
Mit ihrem neuesten Zyklus „SCHROTT“ führt uns Frau Lockstaedt in metaphorische „Bildwelten“, die bildnerische Ambivalenz und malerische Lebendigkeit in Vollendung vereinen.
Der noch immer virulente Satz: Farbe folgt der Form wird auf bisher ungesehene Weise von Gabriele Lockstaedt sowohl als auch relativiert. Ihre Verquickung von Farbe und struktureller Impression ruft einerseits wundervolle Harmonie hervor, lässt andererseits aber auch Vexierspiele jeglicher Art zu.
Kunst kann polarisieren und schockieren, aber beim Betrachter auch
ursprüngliche Gefühle wie Verbundenheit und Dazugehörigkeit aufkommen lassen. Letztendlich ist der innere Nachklang immer stärker als der impulshafte Augenblick. Er ist existenziell. Bei jedem von uns.

Die aktuelle Ausstellung mit dem Titel „Schrott“ zeigt nur einen einzigen Zyklus, eine assoziative Werkgruppe dieser vielseitigen Künstlerin. Authentischer Duktus und Wiedererkennbarkeit: Ja, durchaus! – Stilistische Einengung oder gar lähmende Wiederholung: ein klares, definitves NEIN!






INSTINCT AND SOLUTION
DIE AKTUELLEN BILDER VON GABRIELE LOCKSTAEDT


Die großformatigen Bildlandschaften der Münchner Malerin Gabriele Lockstaedt schaffen durch ihre kontrastierende Flächigkeit hyperreale Szenerien. Dabei setzt sie sowohl auf dramatisch gesetzte Bildmotive, als auch auf dialogische Farb-Sujets. Unabhängig von Thema und Format transportieren ihre in geschichteter Mischtechnik entstandenen Arbeiten ein Kompendium unterschiedlichster Emotionen.

Harald v. Wieckowski



INSTINCT AND SOLUTION
Nicht das Abbilden, sondern das Malen schafft erst jene Bilder, in denen Inhalt und Form eine neue Realität erzeugen. Mit INSTINCT AND SOLUTION ist bereits Wesentliches zu den neuesten Arbeiten von Gabriele Lockstaedt gesagt. In ihren Mixed-Media -Arbeiten ist Asche, die hier meist in Verbindung mit Acryl und Farbpigmenten aufgetragen wird, malerisches Medium und bildnerische Metapher zugleich. Besonders das flächige Grau wird schnell zum dominierenden Farberlebnis, dass alles andere spielend durchdringt.
Neben den faszinierenden Grautönen sind es vor allem hell auflodernde Rot-Töne und bizarr verformte Metalle, die die Leinwände szenisch formatieren. Im motivischen Bezug auf stählerne Relikte der "Twin Towers", die im "Hanger 17" des JFK-Airports ausgestellt sind, wird dies besonders deutlich. Sie folgt damit dem ungefilterten Impuls, allein aus intuitiven und improvisierten Gestaltungsmomenten heraus zu arbeiten. Beschreibt man den Schaffensprozess als fortwährende Analogie, so ergibt sich folgendes Bild: Nach ansteigender Spannung wird die Farbmaterie regelrecht herausgeschleudert, um augenblicklich auf der Leinwand zu erkalten. Dieser schöpferische Vorgang wiederholt sich unzählige Male und lässt in den abgeschliffenen Schichtungen diverse Makro- Impressionen entstehen.
Wie und wo der impulshafte „INSTINCT“ zur bildnerischen „SOLUTION“ führt, ist für die emotionale Bildrezeption letztlich ohne Belang. Max Beckmann war überzeugt, dass ein Bild immer nur den inneren „Code“ eines Betrachters zu aktivieren sucht. Wer sich auf diese persönliche De-Codierung einlässt, bei dem werden ihre anthropomorphen Sujets vielfältige Resonanzen auslösen.

Harald v. Wieckowski - 08 / 2012


Kunstwerke von Gabriele Lockstaedt

Gabriele Lockstaedt
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