Firmenphilosophie
Sophisticated Kurzprofil
Sophisticated Kunsthandel, 2010 gegründet, möchte sich anders alseine "nur" verkaufende Galerie verstanden wissen. Unsere Ziele:
Die Förderung junger Künstler. Die Auseinandersetzung mit bereits etablierten Künstlern. Die Vorstellung und Besprechung von Künstlern, die es in die Museen geschafft haben. Es soll gemeinsam erarbeitet, diskutiert werden, was Kunst für den einzelnen Menschen bedeutet, was Kunst kann, im Individuum bewirkt. Der Genuß von Kunst ist hochindividuell, aber Werthaltigkeit, Qualität und Kompetenz der Kunst sollen auch immer im Fokus stehen.
Ab Juli 2013 können Sie uns tagsüber jederzeit in der Widenmayerstrasse in München besuchen. Unser Ziel, unsere Präferenz jedoch ist es, zB an einem Abend Ihrer Wahl bei einem guten Tropfen Wein sinnlich, lebendig, offen über das zu diskutieren, was gute Kunst für den einzelnen Menschen ist und kann:
Die sinnliche Auseinandersetzung mit einem Bild eröffnet einen unvorhersehbaren, lebendigen Prozeß. Mit dem Wahr-Nehmen beginnt ein innerer, spannender Film. Auf aussergewöhnlichen Vernissagen an wechselnden, charmanten Orten soll unter Mitwirken der anwesenden Künstler wie auch von Kunsthistorikern diskutiert werden, wie (subjektiv) Kunst erlebt wird, was eine Leinwand im Betrachter auslösen kann. Querverbindungen in die Literatur oder in die Philosophie sollen durch Moderatoren oder anwesende, das jeweilige Thema aus ihrer Sicht verbalisierende Schriftsteller offen gelegt werden.
Ein lebendiges "Networking" ist obligat, jede Vernissage bietet die Möglichkeit, neue, interessante Menschen und Menschinnen kennenzulernen! Gerne auch mit der Frage beginnend: " Wie wulfft man nur `richtig` ?"
Wir haben die Themen "Bedingungen von Mensch-Sein" und "Individuation"
auf unserem Schirm. Deshalb werden Sie bei uns auf Künstler der unterschiedlichsten Technik und Coleur treffen.
Sophisticated Firmenphilosophie
Warum Kunst?Ein uns ansprechendes Bild schenkt uns im Moment des Betrachtens einen hohen ästhetischen Genuss. Momentweise tauchen wir in eine andere Welt ein, wir verschwinden ganz kurz aus unserem Alltag, wir lassen uns auf eine, andere, fremde Welt des jeweiligen Künstlers ein. Wir treten in Kontakt mit dem Dargestellten. Das Bild bietet uns einen Spiegel an, eine Projektions-Fläche, lädt uns zum Staunen, Berührt-Werden, Spüren, Geniessen oder Denken ein.
Es existieren viele unterschiedliche Motive für die Hinwendung zur Malerei:
Ein Werk gefällt mir „einfach so“, es spricht mich an, löst „etwas“ in mir aus.
Es entlastet mich, lenkt mich ab, tröstet mich, zeigt mir neue, fremde Welten auf.
Es berührt mich, löst Erinnerungen aus.
Es bereitet mir tagtägliche Freude.
Es passt zu mir und zu meiner Umgebung, es schmückt meinen Wohn-Bereich.
Es sagt etwas über mich aus. Ich möchte über das Bild etwas ausdrücken.
Es kann mein Selbst-Bild wie auch mein Fremd-Bild beeinflussen.
Oder ich kaufe Bilder, erst recht in Krisen-Zeiten, rein rational als Sachwert, als Geldanlage. Dann sollte ich die Qualität in der Kunst beurteilen können.
Die Kunst spricht somit durchaus unterschiedliche Ebenen in uns an. Gerade so, wie wir aus Körper und Geist bestehen, bietet uns gute Kunst geistige, ästhetische, sinnliche, ideelle, emotionale und gleichzeitig materielle Aspekte an. Alle dieser Ebenen sind es in unseren Augen wert, Beachtung zu erhalten, im Falle einer Kauf-Entscheidung sollten alle Punkte diskutiert werden.
Die sinnliche, ästhetische Freude am Bild.
Unsere Kommunikation mit dem Bild.
Unsere Erweiterung durch das Bild.
Das Spüren und Verlangen unseres eigenen Ausdrucks-Verlangens im Bild.
Das Aufspüren unseres Selbst-Bildes.
Die kunsthistorische Bedeutung des Bildes.
Die Werthaltigkeit des Bildes.
„Sophisticated“ Kunsthandel möchte mit qualitativ hochwertiger Kunst Freude, Genuss, Ästhetik, Lebendigkeit und Wert-Zuwachs vermitteln. Aber nicht nur. Denn unseres Erachtens kann Kunst noch um so sehr vieles mehr:
Sie wirft uns in einer hektischen, globalisierten, getriebenen Zeit in angenehmer Weise wieder auf uns selbst zurück, sie ermöglicht uns, gleichsam wie ein guter Kabarettist, zwischen den Zeilen zu lesen: Gute Kunst erweitert, öffnet und verändert uns, sie stößt uns auf unsere vornehmste Aufgabe:
Ist es mir als Mensch, als Subjekt, noch möglich, in einer zunehmend standardisierten, virtuellen, kalten Objekt-Welt meine eigene Individuation noch voran zu treiben, zu entwickeln?
Wie wirken all` die vielen Anforderungs-Profile und Rollen, denen ich in meinem Leben
ausgesetzt bin (Beruf, Familie, Gesetze, Ordnungs-Prinzipien, Status-Symbole, Moral,
Religion, Erwartungshaltungen des sozialen Umfelds, etc.) auf mich ein? Wie viele Masken setze ich mir auf, um den tatsächlichen oder gedachten Anforderungen zu entsprechen?
Die Kunst zeigt und diskutiert die Bedingungen des Mensch-Seins, sie erinnert, mahnt uns an die Ambivalenz-Paare des Lebens:
Freiheit versus Sicherheit.
Individualität versus Sozialisation.
Bedürfnisbefriedigung versus gesellschaftlich erwünschter Trieb-Sublimierung.
Rollen-Spiele mit hoher Flexibilität versus Wahrhaftigkeit und Authentizität.
Innen versus Außen.
Der Last-Charakter des Geworfen-Seins versus Eigen-Bestimmtheit.
Das Sehnen nach Sicherheit versus Verlust-Angst und der Angst vor dem Verschwinden.
Besitzen-Wollen versus nicht-besessen-werden-wollen.
Sinnlichkeit versus ordnendem Verstand und geforderter Vernunft.
Glaube versus Wissenschaft.
Soziales Verhalten versus allumfassender Ökonomisierung.
Macht versus Ohnmacht.
Diesseits versus Jenseits.
Angst, Scham und schuld versus gewünschten Selbstbewußtsein.
Anabolismus versus Katabolismus.
Vergänglichkeit versus Wunsch nach Beständigkeit.
Finde ich zwischen all diesen Anforderungen, die an mir zerren, dennoch meinen ureigenen Weg, meine Entwicklung, meine Art?
Wirtschaft, Gesellschaft und nicht zuletzt in zunehmendem Maße die Politik konfrontieren uns mit einem naturwissenschaftlichen Denken von Effizienz, Pragmatismus, Profitabilität und Nutzen. Auch die aktuelle Bildungs-Debatte zeigt eine Ökonomisierung der Geistes-Wissenschaften auf. Die Bildung wird nicht mehr als Selbstzweck definiert, als Grundbedingung von Individuation und Mensch-Sein (siehe Friedrich Schiller: „Über die ästhetische Erziehung des Menschen). Die heutige Bildung soll den Menschen zu einem effizienten, produktiven, funktionierenden Teil der Arbeits-Welt machen. Diese Bildung aber besitzt einen hohen analen Anteil, sie wird dem Mensch-Sein nicht gerecht.
Mensch-Sein heißt, dass wir durch unsere Sprache, durch unser Denken und durch unsere Gefühle einen Überschuss aus uns selbst heraus erzeugen, einen Überschuss, der mit der alltäglichen Sprache nicht ausgedrückt werden kann, aber ausgedrückt werden will.
Dieser Überschuss benötigt einen Raum. Wenn die Geistes-Wissenschaften aber ökonomisiert sind und die Kirchen zunehmend ihre Glaubwürdigkeit und somit ihre Anhänger verlieren, so wird noch viel deutlicher, dass die Kunst uns diesen Raum anbietet.
Es geht um das Absolute, um das Spiel des Lebens auf verschiedenen, sichtbaren und oft nicht sichtbaren (Meta-) Ebenen. Es geht um Mensch-Sein, um den Selbst-Zweck.
Deshalb sehen wir für die Kunst eine blühende Zukunft voraus:
Kunst als Nachfolgerin der Religion!
„Sophisticated“ Kunsthandel setzt sich somit zum Ziel, neben dem sinnlichen Genuss von Kunst und neben der Schaffung von Werthaltigkeit die lebendige Auseinandersetzung dieser Fragen des Mensch-Seins zu diskutieren.
Das Ambiente der Ausstellungen an charmanten und aussergewöhnlichen Orten soll die Diskussion anregen. Die Bilder können in Anwesenheit des Künstlers genossen und besprochen werden. Begleitende Publikationen sind obligat. Kompetente Kunsthistoriker stehen zur Verfügung, unterstützen auf Wunsch die Auseinandersetzung mit Bild und Werk, erleichtern den Zugang zu Kunst und öffnen somit die Türe zu Genuss, Sinnlichkeit und zu sich selbst.
Wir freuen uns auf Ihre Meinung, auf Ihr Feedback,
auf einen gemeinsamen, lebendigen Kunst-Genuss!
